„Oben und Unten“ oder „Von der Viehweide zum Stadtteil“
Borgfelde gehört zum Bezirk Hamburg Mitte und grenzt an St. Georg, Hohenfelde, Hamm und, getrennt durch den Mittelkanal, Hammerbrook. Aufgrund der Nähe zur Hamburger Innenstadt wird Borgfelde auch gern als Stadtteil mit Potenzial vermarktet, dies sorgt für entsprechende Immobilienpreise.

 

Das vorwiegend als Viehweide benutzte „Bürgerfeld“ – so eine mögliche Herkunftserklärung des Namens – war Teil der Hamburger Verteidigungsanlagen. Bereits 1871 zum Vorort erklärt, wurde Borgfelde 1894 zum Hamburger Stadtteil, in dieser Zeit begann eine intensive Bebauung. Eine steile Böschung beziehungsweise eine hohe Mauer an der Borgfelder Straße trennt den Stadtteil in „Oben Borgfelde“ und das tiefer liegende „Unten Borgfelde“. Im zweiten Weltkrieg wurde auch dieser Stadtteil fast vollständig zerstört.

 

Oben wohnt man, unten wird gearbeitet
Damals wie heute finden sich in Oben Borgfelde vorwiegend Wohngebäude, in der Alfredstraße zeugen noch alte Stadthausfassaden vom bürgerlichen Teil. In Unten Borgfelde haben sich Gewerbebetriebe und Berufsschulen angesiedelt, auch das zweitgrößte Studentenwohnheim Hamburgs lässt sich hier finden.

Als Besonderheit entstanden entlang der Straße Bürgerweide zahlreiche, von gemeinnützigen Stiftungen teilweise aufwendig errichtete Bauten, wie das Hiobs Hospital und der Auguste-Jauch-Stift. Im ehemaligen Gemeindehaus der Erlöserkirche befindet sich das Theater Klabauter, eines der ältesten Theater Hamburgs, in dem Menschen mit Behinderung professionell als Schauspieler arbeiten. Begleitet wird dieses Projekt von der bekannten Sozialeinrichtung „Rauhes Haus“. Das Hamburger Sprechwerk in der Klaus-Groth-Straße bietet ein vielfältiges Programm zwischen Tanz und Theater.

 

Mobilität ist von Vorteil

 

Menschen mit eingeschränkter Mobilität haben es in Borgfelde aufgrund der teilweise beachtlichen Steigungen nicht gerade einfach und es bedarf einer ausgeklügelten Planung, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln sein Ziel zu erreichen.

Die Bushaltestellen vor dem U-/S-Bahnhof Berliner Tor sind für Rollstuhlfahrer aufgrund der vielen Treppen nicht zugänglich. Nur über die mit Fahrstühlen ausgestatteten Bahnhöfe Burgstraße, mit den Linien U2 und U4 und Landwehr mit den Linien S1 und S11, können die Busse in den Stadtteil barrierefrei erreicht werden.

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