„In Wandsbek an der Wandse, ostwärts ein Park sich zieht
zur Erholung, zur Romanze und ein scharfer Sinn viel sieht.
Ein Flecken Grün für Wohl und Ruh, zum wandeln bei den Teichen.
Seh´n dabei den Vöglein zu, an der Wandse unter Eichen“

Durchgang durch sechs Torbögen, rechts thront eine Sphinx

Eingang zum Eichtalpark in Wandsbek

Der Eichtalpark gehört zu den beliebtesten Spazierwegen im Nordosten der Hansestadt. Heute beobachten wir, wie jemand Freundschaft mit den Graugänsen schließt, und morgen die unzähligen Baumarten bewundert. Die zehn verschiedenen Eichenarten reichen zurück in die Zeit, in der die Baumrinde beim Gerbprozess von Leder Verwendung fand.
Wir starten unseren Rundgang am südlichen Eingangstor des Eichtalparks, direkt neben der Haltestelle „Eichtalstraße“ der Buslinien 9 und 262. Das Gebiet ist von festen Sandwegen durchzogen. Bei Straßenüberquerungen sind die Bürgersteige abgeflacht.

Eine Sphinx in Hamburg Wandsbek

Eichtalpark, Sphinx

Das Eingangsbauwerk wurde 1927 errichtet und integrierte damals eine öffentliche Bedürfnisanstalt. Vor dem Tor thronen zwei Sphingen aus dem Jahr 1775. Eine rote Tafel, in 1 Meter Höhe, informiert über deren Geschichte.
Hinter dem Tor passieren wir linker Hand das Restaurant „Zum Eichtalpark“. Diese ehemalige Wassermühle wurde zu einem Gasthaus umgebaut. Hier geht es wenige Meter über Kopfsteinpflaster, bevor wir rechts auf den Naturweg in den Park einbiegen. Von nun an begleiten wir das Flüsschen Wandse linker Hand stromaufwärts.
Gleich rechts wächst das Mammutblatt, eine Dschungelpflanze aus Chile. Im Winter wird sie geschnitten und mit einem Holzverschlag vor dem Frost geschützt.

Ein Reiher sitzt auf einem Ast oberhalb einer Wasserfläche. Das Wasser ist eher grünlich als blau

Reiher im Eichtalpark

Bummeln wir weiter, verbreitert sich die Wandse zum Eichtalteich. Hören wir von links Kindergeschrei, dann ist Betrieb auf dem großen Spielplatz. Kommt Geschnatter von rechts, liegt das an Enten, Teichhühnern und Graugänsen, die das ganze Jahr hier zu Hause sind. Der Graureiher kommt regelmäßig zum Fischen.
Nachfolgend verjüngt sich der Weiher wieder zum Flüsschen Wandse. Weiter folgen wir dem Weg und überqueren die Straße „Bei der Hopfenkarre“.

Eine eher südländisch anmutende Pflanze, Mischung aus Farn und Palme

Botanischer Sondergarten

Bald erreichen wir die Sportanlage Hinschenfelde. Dahinter treffen wir links auf ein Eingangstor zum Botanischen Sondergarten Wandsbek. Von hier aus können wir das Gelände erkunden. Die zwei Hektar zieren unzählige exotische Pflanzen. Parkbänke, Sessel und ein barrierefreies WC-Häuschen stehen zur Verfügung. Ein Gewächshaus öffnet an Werktagen von 7 Uhr bis 15 Uhr, freitags bis 14 Uhr, zwischen Februar und Mai auch an den Wochenenden von 8 Uhr bis 14 Uhr (Eintritt kostenlos). Der Zugang ist barrierefrei, die Seitengänge im Haus sind jedoch schmal.
Wir kehren zu unserem Eingangstor zurück. Gegenüber führt eine Brücke über die Wandse. Dort wenden wir uns hin und bleiben auf diesem Weg, bis wir den Ölmühlenweg erreichen (Hauptstraße). 80m links steht die alte Ölmühle. Es handelt sich um die Überreste des zweiten und letzten Mühlengebäudes an der Wandse. Heute wird das Anwesen als Studentenwohnheim genutzt. Rechts führt der Ölmühlenweg nach 100m zur kreuzenden Ahrensburger Straße. Am Ende dieses Rundganges liegt direkt an der Ecke die Haltestelle Ölmühlen­weg, mit den Buslinien 9 und 262.

Karte vom barrierefreien Rundgang durch den Eichtalpark in Hamburg Wandsbek

Startpunkt: Haltestelle „Eichtalstraße“ / (1) Eingangstor Eichtalstraße / (2) Mammutblatt / (3) Eichtalteich / (4) Botanischer Sondergarten
Kartendaten © OpenStreetMap contributors (CC-BY-SA)

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