Ankunft

Die Anreise erfolgt über den gleichnamigen Bahnhof der U2. Jedoch ist auch eine Anfahrt mit verschiedenen Bussen möglich. Der Lokstedter Grenzstraße folgend ist der Haupteingang schnell erspäht. Sogar an einen zusätzlichen Zebrastreifen (Wortwitz) wurde gedacht, dieser führt zu einem riesigen Tor. Es wirkt beinahe so, als würde der Besucher eine andere Welt betreten, wenn er dieses Tor durchschreitet. Falsch ist diese Annahme nicht, die Tiere und die dazugehörigen Gehege sind wie eine abenteuerliche Reise durch die ganze Welt.

Das Affenhaus

Affen sind unsere direkten genetischen Verwandten. In diesem tropischen Habitat sind Menschenaffen angesiedelt. Um genau zu sein, sind es Orang-Utans. Sie sind perfekt an das Leben in den Bäumen angepasst und bewegen sich in mehreren Etagen. Aus diesem einfachen Grund wurde ein Baumhaus neben die Haupt-BegAff(e)ungs-Fläche aufgebaut. Dadurch wirkt es so, als ob keine Zäune zwischen dem Gast und diesen sensationellen Wesen stünden. Leider ist dieser Ausguck nur über eine steile Treppe zu erreichen. Ein eventuelles Problem könnten auch die Zuwege bedeuten. Der Boden vor dem Domizil ist zwar eben, aber auch sehr steil. Allerdings ist der Sanitärraum auf besondere Bedürfnisse ausgelegt.

Löwengehege

Starke Muskeln, tolles Lächeln und schnieke Frisur. Die Rede ist selbstverständlich von den anmutigen afrikanischen Großkatzen. Die geschickten Jäger sind jedoch soziale Tiere mit festen hierarchischen Strukturen. Mit ein wenig Glück hört man sie brüllen, was einem den Eisesschauer ins Genick treibt. Da das Gehege wie ein Theater aufgebaut ist, verstärkt es den grollenden Sound. Am Zwinger sind genügend Sitzmöglichkeiten und der Boden ist ebenfalls tadellos.

Tigergehege

Auch wenn der Tiger nicht der König der Tiere ist, so ist er dennoch majestätisch. Während man diesem Karnivor so zusieht, ergreift einen unwillkürlich ein Gefühl der Ehrfurcht. Der Graben zwischen der Einzäunung und dem Gehege lindert diesen Eindruck keineswegs. Seine grazilen Bewegungen versuchen nicht einmal die ungeheure Kraft zu verstecken, die in ihm verborgen ist. Die Aussicht auf dieses Muskelspiel ist fabelhaft auf dem ebenen Boden, der festen Halt für Räder aller Art bietet.

Elefantengehege

Imposant, gewaltig und so herzallerliebst, das sind die Dickhäuter Hagenbecks. Bei den alltäglichen Fütterungen kommt der Besucher dem Rüssel der Tiere sehr nahe. Dieses Multifunktionswerkzeug ist genauso praktisch wie unsere Hände. Damit können sie greifen und Gegenstände ansaugen, um sie zu halten. Eine weitere interessante Tatsache ist, dass ein Elefant sechsmal in seinem Leben neue Zähne bekommt. Apropos Zähne, bei der Fütterung kommt der Gast selbst im „Rolli“ gut an die Rüssel der intelligenten Säuger heran. Rechts am Gehege ist eine besonders gut einsehbare Stelle, diese besetzt das Oberhaupt der Herde, die sogenannte „Leitkuh“. Das Schauspiel kann man auch gut von den etwas erhöht stehenden Sitzbänken aus sehen.

Das Eismeer

Das Eismeer ist eine Ansammlung von Bassins, in denen sich aqua­nautische Säuger und Pinguine finden lassen. An Land wirken die Robben, Walrosse und Pinguine behäbig und viel zu niedlich, um für Jäger gehalten zu werden. Im Wasser hingegen sind diese pummeligen Geschöpfe wie eine Ballerina auf dem Parkett. Besonders die Pinguine nehmen an Agilität zu. Sie wirken wie Torpedos mit einer Vorliebe für Fisch. Die Walrosse hingegen ähneln eher Schulbussen… allerdings sollte man ihnen keine Kinder anvertrauen.

Alles nimmt nochmal eine gewaltigere Dimension an, sobald der Gast die Tour unterirdisch fortführt, um auch unter die Wasserober­fläche blicken zu können. Erst dann wird die Grazie der Meeres­lebewesen bewusst. Auf der Route um die Becken wurde sehr auf Barrierefreiheit geachtet, wenn auch die Steigungen und Senkungen ab und zu recht steil waren. Zugute gehalten werden muss der dortige barrierefreie Sanitärraum, der aus zwei Richtungen erreichbar ist. Der Boden besteht aus Beton und weist keine Schäden, wie z.B. Schlaglöcher, auf. Am Ende des Rundgangs bringt ein Fahrstuhl den Besucher wieder an die Oberfläche, was der Barrierefreiheit sehr zuträglich ist.

Fazit

Aus unserer Sicht gibt es nicht viel zu tadeln. Die Wege sind teilweise steil, es wurden jedoch Stationen eingerichtet, an denen sich der Kunde mit neuer Energie, in Form von Kaffee, Würstchen und vielem mehr, versorgen kann. Die interessanten Eindrücke des Aufenthalts lassen schnell alle Mühen vergessen. Da der Tierpark Hagenbeck häufig ein Gruppen-Ausflugs-Ziel ist, gehen die Menschen meist nicht alleine dahin und ein Begleiter könnte aushelfen, falls es mit den Kräften zur Neige geht. Dementsprechend steht dem faszinierenden Besuch nichts im Wege. Seien Sie bereit den Bereich des Staunens nicht zu verlassen und achten Sie einmal auf Ihre eigenen freudigen Laute, wie „Ahh“ und „Ohh“!

Barrierefrei sind:

  • Eingangsbereich
  • Kassenbereich
  • Wege
  • vor Gehegen
  • Eingang zu den Stallungen und Toiletten (mit Umsteigebügel und Notruf)

Unsere Redaktion wünscht viel Vergnügen.
Text: AK.

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