Das Bild zeigt FachwerkhäuserIdeal für den kurzen Urlaub von der Stadt

Das Bild zeigt die Altländer BimmelbahnDie kleineren und größeren Orte im Alten Land wirken wie aus der Zeit gefallen, für Großstädter eine ganz andere Welt; weit weg vom Großstadtrubel und der oft damit verbunden Hektik. Doch so weit entfernt es uns auch scheinen mag: Im Grunde ist das Alte Land ganz nah. Die beiden Hansestädte Buxtehude und Stade sind problemlos mit der S-Bahn erreichbar, aber auch das malerische Städtchen Jork, das Zentrum des Alten Lands, ist mittel Bus und Bahn von Hamburg aus erreichbar. Verglichen mit Hamburg wirkt Jork wie ein verschlafenes Provinznest. Aber eines, das es in sich hat: Seit je her ist es Handelszentrum mit Beziehungen bis nach England.

Handelszentrum mit großer Historie

Das Bild zeigt ein FachwerkhausDas Alte Land ist das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Nordeuropas. Zwischen Hamburg und Stade erstreckt sich eine Obstanbaufläche von 14.300 ha, die von etwa 1.300 Bauern bestellt wird. Auf den rund 10 Mio. Obstbäumen dort wachsen zu 80% Äpfel, außerdem noch Birnen, Kirschen und Pflaumen.

Der Obstanbau in dieser Region ist seit 1320 bekannt, seit Mitte des 14. Jahrhunderts wird Obsthandel betrieben. Das nahe gelegene Hamburg war der erste Absatzmarkt. Im 18. Jahrhundert wurde das Obst nach Bremen, Jever, Holstein, Mecklenburg, Holland, Dänemark, Schweden und Norwegen geliefert.

Das Bild zeigt verschiedene HinweisschilderDas Alte Land überstand mehrere Flutkatastrophen und auch die von Napoleon Anfang des 19. Jahrhunderts verhängte Kontinentalsperre. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde mit der Spirituosen-Herstellung begonnen, das Obst wurde dann auch nach England geliefert.

Das Gebiet ist in drei Meilen aufgeteilt, von denen zwei zu Niedersachsen und eine zu Hamburg gehören, die Stadtteile Neuenfelde, Cranz, Francop und Moorburg.

Alte Apfelsorten werden rekultiviert

Das Bild zeigt eine weiße HolzbankEin Besuch im Alten Land lohnt fast immer, egal ob Obstblüte oder Erntezeit. Selbst im tiefsten Winter laden zahlreiche kleine Cafés oder Hofläden zum Verweilen und Genießen ein.

Zentrum des Alten Lands ist die ebenfalls sehr malerische Ortschaft Jork. Hier startet auch die berühmte Altländer Bimmelbahn, die gemütlich auf verschiedenen Routen durch die Obstplantagen zuckelt. Die ist sogar auf RollstuhlfahrerInnen eingerichtet. E-Rollis könnten jedoch etwas zu breit sein, aber das kann im Vorfeld telefonisch abgeklärt werden.

Barrierefreiheit:

Das Bild zeigt ein Fachwerkhaus, ein HotelJork ist mit einer vielzahl von Bussen erreichbar, die in Neugraben,  Buxtehude oder Stade an öffentliche Nahverkehrsmittel angeschlossen sind.  Allerdings zu beachten, dass den Buslinien eine gewisse Regelmäßigkeit nicht abgesprochen werden kann, sie für großstädtische Verhältnisse allerdings eher gelegentlich fahren; zudem, dass der HVV nicht standardmäßig Niederflurbusse stellt. Wer eine Tour plant, sollte sich vorher genau erkundigen und evtl. einen bestellen beim HVV. Die Bushaltestelle „Marktplatz“ in Jork ist barrierefrei, viele Haltestellen, vor allem außerhalb der Ortschaften, sind es indes nicht. Auch hier ist es ratsam, im Vorfeld entsprechende Informationen einzuholen.

Toiletten:

Eine öffentliche Toilette gibt es in Jork nicht. Wer einen bestimmten Hof besuchen möchte, sollte sich vorher nach einem Behinderten—WC erkundigen.

Text: Birgit Gärtner

Fotos: Birgit Gärtner, das Foto der Altländer Bimmelbahn wurden uns von Klaus Kollik, Touristik für Gruppen, zur Verfügung gestellt.

Menü schließen