Zu sehen ist eine Rasenfläche. Mittig führt ein befestigter Sandweg durch diese auf einen im Hintergrund befindlichen Spielplatz zu

„Park will spielen“

Grünes Hausboot mit zarter Seele
„Stadt.Park.Fluss“: das furiose Debut eines Gartens am Wasser. Drei Tage dauerte das Eröffnungsfest 2016 des Lohseparks in der HafenCity– ein buntes Kaleidoskop aus Theater, Lesungen, Spielparcours, Segensritual und multikultureller Musik. Unter Anderem waren diese jungen Herren mit feurigen Nomadenherzen dabei: Danube´s Banks, die Meister des atemberaubend schnellen Gypsy- Swing mit eingewebten Spuren von Latin, Klezmer und HipHop.Park pianissimo
Apfelbäumchen auf einem Hügel, dahinter ein kleiner, gepflasterter Hof mit einem Wohnwagen und Bänken unter Linden. Ländlich- still erscheint der Norden des Lohseparks am Brooktorhafen. Wäre da nicht dieses leere Bahngleis, das von hier, dem Ort des historischen „Hannoverschen Bahnhofs“, durch den Park ins Nichts verläuft.

Zu sehen ist ein stilisiertes Gleisbett des ehemaligen Hannoverschen Bahnhofs, im Hintergrund führt eine Brücke über dieses

Mahnmal ehemaliger „Hannoverscher Bahnhof“: „Die Fuge“

Zu sehen ist eine Infotafel zum Hannoverschen Bahnhof mit zahlreichen Menschen und erläuterndem Text

„Wir vergessen euch nie“

Über diese Schienen wurden im Nationalsozialismus 7.692 Juden, Sinti und Roma deportiert, u.a. nach Theresienstadt und Auschwitz. Wer diesen tragischen Hintergrund kennt und in das zum Mahnmal „die Fuge“ stilisierte Gleisbett blickt, dem kriecht das Entsetzen unter die Haut. Spontane Impulse melden sich: Schreien „Nie wieder!!“. Oder leise weinen.Der Wohnwagen entpuppt sich beim Näherkommen als Infopavillon mit einer Interimsausstellung zum Schicksal der Deportierten. Innen vergilbte Postkarten, Fotos von einem lächelnden Mädchen mit adrett zur Seite gescheiteltem dunklem Haar, daneben die Eltern. Interviews mit Überlebenden als audiovisuelle Zeitspiegel. Das Jugendprojekt „Wie wollt ihr euch erinnern?“ zeichnete sie auf und brachte Ideen für ein Dokumentationszentrum an der Steinschanze ein, das 2017 fertiggestellt wurde.

Zu sehen ist das innere des Infopavillons mit zahlreichen Ausstellungs - Exponaten an den Wänden (hauptsächlich beschriftete Fototafeln)

„Wie wollt ihr Euch erinnern?“ Jugendprojekt Gedenkort „Hannoverscher Bahnhof“/ Infopavillon

Der Bahnsteig wird dann zum „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“, umrankt von Rosen, Rubinien und Birken. Weitere Infos auf hannoverscher-bahnhof.hamburg.de.Barrierefrei: Schöpfung 2.0 in der HafenCity
Eine grüne Spielinsel zwischen zwei Häfen mit ansprechend klarer Architektur. Der Lohsepark hat das Potential zum gepflegten urbanen Müßiggang: Alleen und Kaffepausen- Bänke, Rasen- Fläzflächen, zwei Spielplätze, Tobe- Trampolins, Basketballfeld und Bolzplatz für kleine WM– Aspiranten.

Zu sehen ist eine Rasenfläche mit einzelnen, kleineren Laubbäumen, im Hintergrund deutet sich ein Gleisbereich an

Lohseplatz – Immergrüne Erinnerung: (*)3 Erinnerungsort „Hannoverscher Bahnhof“ am Lohseplatz

Zudem ist er vorbildlich barrierefrei (Zugänge (2), (3), (4), (5), (6), ÖPNV: U4 HafenCity Universität, Aufzug Versmannstraße(1)). Hierfür bekam der ABC- Schütze unter Hamburgs Gärten vom Ersten Bürgermeister Scholz beim Eröffnungsfest gute Noten.

Text: U. Korb. Fotos: TA

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