Das Bild zeigt einen Blick auf eine Fotoausstellung im Museum. Zu sehen sind mehrere Bidler mit Menschen darauf

Mitmach-Angebot für alle: Das „Museum für Bergedorf und Vierlande“ bietet Historisches und Zeitgenössisches sowie Raum für eigene Projekte

 

Das Bild zeigt das Bergedorfer Schloss, das sich im Wasser spiegelt und deshalb auf dem Kopf stehtDas Bergedorfer Schloss im Herzen Bergedorfs beheimatet das „Museum für Bergedorf und die Vierlande“. Auf dessen Webseite ist zu lesen:

 

 

 

 

<Zentral in der Innenstadt und trotzdem im idyllischen Grünen gelegen lädt dieses moderne Regionalmuseum zu einem Rundgang durch die Geschichte des Hamburger Bezirks Bergedorf ein. Auf zwei Stockwerken in historischen Räumen mit Stuck, Intarsien und teilweise alten Deckenmalereien zeigt die Dauerausstellung des Museums die Geschichte dieses vielfältigen Stadtteils. Wann und wie ist Bergedorf entstanden? Wie hat das Leben in Bergedorf in früheren Jahrhunderten ausgesehen? Regelmäßige Wechselausstellungen und begleitende Veranstaltungen laden zum Mitmachen und Vertiefen einzelner Zeitabschnitte oder Fragen an die Vergangenheit und Gegenwart ein. Einmal im Monat wird zum „Bergedorfer Schlosskonzert“ geladen. Geboten wird „festliche Kammermusik“ im großen Saal.>

 

 

Das Bild zeigt das Bergedorfer SchlossEine Einladung, der unbedingt Folge geleistet werden sollte. Das Museum, bzw. das Schloss ist wunderbar restauriert, viel Holz, helle Wände und angenehme Ausleuchtung verbreiten eine wohlige Atmosphäre. In der Ausstellung ist viel über Bergedorfer Geschichte zu erfahren, die zugleich deutsche Zeitgeschichte ist. So z. B. die Entwicklung der Schriftsprache und der Lesefähigkeit der Bevölkerung, die durch die Lutherbibel einen enormen Schub bekam, weil damit die deutsche Sprache vereinheitlicht wurde. Oder das Bestreben im 17. Jahrhundert, die Bevölkerung zu „Sittsamkeit“ zu erziehen, die „neue Schulordnung von 1791“, die von der Aufklärung geprägt war und neben Religionsunterricht noch Deutsch, „Naturgeschichte mit besonderer Berücksichtigung des Ackerbaus, Haushalt und Gewerbe, Erdkunde sowie neue Geschichte“ als Pflichtfächer etablierte. Doch nicht nur Vergangenheit, sondern auch Gegenwart spielt eine große Rolle im Bergedorfer Museum. Vermutlich eine Reminiszenz an potentielle Besucherinnen und Besucher und somit wichtige Einnahmequelle. Viel Raum ist wechselnden Ausstellungen vorbehalten, die wahlweise bestimmte Themen beleuchten, oder Fotogalerien Bergedorfer Künstlerinnen und Künstler präsentieren. So bietet das Museum ständig etwas Neues, und auch ein zweiter oder dritter Besuch ist lohnenswert.

 

Das Bild zeigt den Eingang des Museums und das hinweisschild zum MuseumscaféBarrierefreiheit:

Das Museum an sich ist nicht barrierefrei, der Hauptteil der Exponate ist im oberen Stockwerk zu besichtigen. Ein Fahrstuhl ist nicht vorhanden. Es sind keine Informationen für Menschen mit Hör- oder Sehschäden erhältlich. Das Museumscafé ist zwar im Erdgeschoss, jedoch muss eine hohe Stufe überwunden werden. Allerdings gibt es barrierefrei zugängliche Außengastronomie im Innenhof, dort finden im Sommer Filmvorführungen statt. Menschen mit Handicap über 50 Jahren bekommen ermäßigten Eintritt.

 

 

 

Informationen für Hör- oder Sehgeschädigte:

Nein

Toilette:

Im Eingangsbereich befindet sich ein barrierefrei zugängliches Behinderten-WC, das auch von den Gästen des Museumscafés benutzt werden kann.

Fahrstuhl:

Nein

Das Bild zeigt eine Schautafel mit der Überschrift Mitmach-Museum, auf der erklärt wird, wie Interessierte sich aktiv in die Programmgestaltung einbringen könnenKleiner Tipp: 

Das Bergedorfer Haus ist ein „Mitmach-Museum“, d.h., alle können Vorschläge machen, Ausstellungen oder Vorträge organisieren. Voraussetzung: Das Thema muss einen Bezug zu Bergedorf haben. Das Thema „Barrierefreiheit“ ist universell, insofern auch ein Bergedorfer Thema. Vielleicht finden sich Interessierte, um auf diesem Wege die – nicht nur für Bergedorf – wichtige Debatte über mögliche Wege zur Auflösung des Widerspruchs zwischen Denkmalschutz und Bewegungsfreiheit direkt vor Ort anzuregen.

Text und Fotos: Birgit Gärtner

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