Planten un Blomen

Mitten im Herzen Hamburgs zwischen Millerntor und Dammtor liegt der meiner Meinung nach schönste Park der Hansestadt. Wer in der Hektik der Großstadt einen Ort der Ruhe sucht, ist hier genau richtig.

Nach Beseitigung der alten Befestigungsanlagen wurde ab 1820 entlang des alten Stadtgrabens ein englischer Landschaftsgarten angelegt. Auch der ehemalige Zoo, unter der Leitung des bekannten Alfred Brehm, befand sich auf diesem Gelände.

 

Planten un BlomenWeitere Erweiterungen und Neugestaltungen, unter anderem 1953, 1963 und 1973 im Rahmen von Internationalen Gartenbau-Ausstellungen, führten zum heutigen Erscheinungsbild des Parks, der aus den Bereichen Planten un Blomen, den Großen- und Kleinen Wallanlagen und dem Alten Botanischen Garten besteht. „Planten un Blomen“ ist übrigens plattdeutsch und heißt: „Pflanzen und Blumen“ – von denen auf unserem Ausflug reichlich zu sehen sein werden.

 

 

Start mitten in der Stadt

Planten un BlomenWir beginnen unsere Tour am U-Bahnhof St. Pauli. Gleich gegenüber dem Aufzug führt unser Weg über die Ampel am Millerntorplatz zum Eingang der Großen Wallanlagen. Wir kommen vorbei an der Rollschuhbahn, die im Winter zur Kunsteisbahn wird.
Beim Justizforum führt eine recht steile Rampe mit 13% Gefälle unter das Straßenniveau zu den Kleinen Wallanlagen.

Vorbei an im ganzen Park vorhandenen künstlichen Wasserläufen erreichen wir den Alten Botanischen Garten mit dem letzten erhaltenen Teilstück der ehemaligen Befestigungsanlagen, dem Wallgraben. Weiter zum Tropenhauskomplex, den Schaugewächshäusern des Botanischen Gartens der Universität Hamburg, in denen die Pflanzenwelt von fünf Klimazonen bewundert werden kann.

Es geht nun in den eigentlichen Bereich von Planten un Blomen zum Japanischen Garten, dem größten seiner Art in Europa mit dem Teehaus, in dem in den Sommermonaten Teezeremonien durchgeführt werden. Von dort gelangen wir zum Parksee, dessen Wasserspiele besonders abends einen täglichen Höhepunkt bilden, wenn das halbstündige farbige Wasserlichtkonzert mit regelmäßig wechselnder Musikauswahl stattfindet.

 

 

Planten un BlomenWir kommen nun zum Rosengarten mit seinen rund 300 verschiedenen Rosensorten, vorbei am muschelförmigen Musikpavillon, in dem regelmäßig Veranstaltungen stattfinden.
Als nächstes Ziel wählen wir den Apothekergarten mit den „Sieben Höfen der Gesundheit“, in denen zahlreiche Heilpflanzen und Kräuter zu sehen sind.
An den Wasserkaskaden und dem Spielplatz vorbei begeben wir uns zum Ausgang Hamburg Messe Ost, wo wir bequem den 35ger Schnellbus (zuschlagpflichtig) erreichen.

 

 

Zu zweit geht es besser

Planten un BlomenAufgrund der Steigungen bzw. der Gefälle (die auch besonders gekennzeichnet sind) und durch die teils künstlich angelegten Höhenunterschiede, ist eine Begleitperson für Rollstuhlfahrer auf jeden Fall zu empfehlen. Grundsätzlich ist die Tour so konzipiert, dass natürliche Gefälle ausgenutzt werden. Die Wege sind recht gut zu befahren, die meisten bestehen aus befestigtem Sand, einige sind mit Kopfsteinen gepflastert oder asphaltiert.

 

 

 

Manche Bereiche sind leider nur auf Umwegen zu erreichen. Wegen des vielseitigen Angebotes an Veranstaltungen – es wird nicht nur die Ruhe gesucht – empfiehlt sich auf jeden Fall ein Blick auf die Homepage des Parks. Ich bin überzeugt, hier wird jeder sein spezielles Plätzchen finden. Viel Spaß!

Startpunkt: U-Bahnhaltestelle St. Pauli -> Rollschuhbahn -> Kleine Wallanlagen -> Wallgraben -> Tropenhauskomplex -> Japanischer Garten -> Parksee -> Rosengarten -> Musikpavillon -> Apothekergarten -> Wasserkaskaden -> Der Rundgang endet bei der Bushaltestelle Messe Ausgang Ost.

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